Traditionelles Erzählen
Traditionelles Erzählen
Der Band vereinigt Beiträge zur Nibelungensage und zum 'Nibelungenlied', die in den Jahren 1987 bis 2012 erschienen sind. Das Themenspektrum reicht von der Ausbildung der Nibelungensage im frühen Mittelalter und ihrer Stellung im Kreis der großen europäischen Heldensagen (Troia-Sage, Roland-Sage) über Entstehung, Überlieferung und Poetik des 'Nibelungenliedes' bis zur Rezeption von Lied und Sage im 18. und 19. Jahrhundert. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem eigentümlichen Verfahren des 'Traditionellen Erzählens' im 'Nibelungenlied': der für das Verständnis grundlegenden Tatsache, dass der Text darauf angelegt ist, im Bezug auf eine übergreifendende Erzählwelt wahrgenommen zu werden.
Die Beiträge zur Rezeption verfolgen die Wandlungen der Nibelungen-Ikonographie vom Klassizismus bis zum Jugendstil bei Johann Heinrich Füssli, Peter Cornelius, Carl Emil Doepler (dem Kostümbildner der ersten Gesamtaufführung von Richard Wagners 'Ring des Nibelungen') und Josef Sattler.
Für den Wiederabdruck wurden alle Beiträge von Grund auf überarbeitet, ergänzt und auf den aktuellen Forschungsstand gebracht. Umfangreiche Register erschließen den Band. 62 Abbildungen sorgen für die nötige Anschauung.
"Wer mehr über die Nibelungen erfahren will, ist hier goldrichtig."
Zillo Medieval 02/2015
" [...] the papers are all interesting, carefully structured and argued, and the illustrations add considerably to the value of the book. It will be useful to those interested in the Nibelungenlied, and many of the papers will make very good secondary readings for courses in Middle High German and medieval Germany."
Marc Pierce, Austin, Texas, USA, Mediaevistik 28 - 2015
Prof. em. Dr. Joachim Heinzle
Porträt
Joachim Heinzle hat in Zürich, Berlin und Tübingen Architektur, Germanistik und Geschichte studiert. 1969 wurde er an der FU Berlin mit einer Arbeit über Wolframs von Eschenbach „Titurel“ promoviert. 1975 habilitierte er sich an der Universität zu Köln mit einer Arbeit über die mittelhochdeutsche Dietrichepik.
Von 1978 bis 1984 war Heinzle Professor für Germanistik/Mediävistik an der Universität Kassel. Von 1984 bis zu seiner Emeritierung 2010 hatte er den Lehrstuhl für Germanische und Deutsche Philologie am Institut für Deutsche Philologie des Mittelalters der Philipps-Universität Marburg inne. Von 1984 bis 1998 war er 1. Vorsitzender der Wolfram von Eschenbach-Gesellschaft.
2010 wurde Joachim Heinzle für seine Verdienste um die Erforschung und öffentlichkeitswirksame Darstellung der Literatur und Kultur der Stauferzeit mit dem wissenschaftlichen Stauferpreis ausgezeichnet.
Forschungsschwerpunkte
- Überlieferungs- und Sozialgeschichte der mittelhochdeutschen Literatur
- Mittelhochdeutsche Heldendichtung
- Mittelhochdeutsche Versnovellistik
- Editorik
- Wolfram von Eschenbach
Erhaltene Auszeichnungen
- 2010 Wissenschaftlicher Stauferpreis
| Reihe | Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur – Beihefte |
|---|---|
| Band | 20 |
| ISBN | 978-3-7776-2407-5 |
| Medientyp | Buch - Gebunden |
| Auflage | 1. |
| Copyrightjahr | 2014 |
| Verlag | S. Hirzel Verlag GmbH |
| Umfang | 345 Seiten |
| Abbildungen | 62 s/w Abb. |
| Format | 17,0 x 24,0 cm |
| Sprache | Deutsch |