Robert Kochs Affe

Der grandiose Irrtum des berühmten Seuchenarztes.

Robert Kochs Affe

Der grandiose Irrtum des berühmten Seuchenarztes.

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Vom dunkelsten Fleck auf der Weste des Robert Koch. In der Corona-Krise ist sein Name in aller Munde: Robert Koch gilt als eine der Lichtgestalten der deutschen Medizingeschichte. Die Expedition indes, die er 1906 ins »Schutzgebiet« Deutsch-Ostafrika unternimmt, bezeichnet auch das nach ihm benannte Institut als dunkelstes Kapitel in Kochs Geschichte. Lichtwarck-Aschoffs beklemmendes Buch zeigt, wie der Nobelpreisträger medizinische Versuche an Menschen durchführt, die an der durch die Tsetsefliege übertragenen Schlafkrankheit leiden, und die Internierung Kranker in Lagern empfiehlt. Ziel ist, die Arbeitskraft der gesunden Kolonisierten zu erhalten – und sei es um den Preis, dass die Infizierten durch seine Experimente Schaden an Leib und Seele nehmen oder gar den Tod finden.

„Eine großartige Lektüre, die leider nicht fiktiv ist, sondern bittere Zeitgeschichte"

Prof. Dr. DR. h.c. Winfried Henke , Fachbuchjournal

"Seine Wissenschaft von den Bakterien hat Robert Koch als totalen Krieg gegen das Unsaubere erfunden. Unsauber ist alles, was fremd ist. Und das unsaubere Fremde ist ansteckend. [...] In drei Episoden wird erzählt, wie eine solche Haltung zu Beginn des 20. Jahrhunderts im sauberen Berlin entsteht, und zu welch unmenschlichen Folgen sie zwangsläufig führt."

Der niedergelassene Arzt Fachzeitschrift

"Dies ist ein Buch zwischen Geschichte und anregender Fiktion. Und ein Werk von bedrückender Aktualität."

Regina Hartleb, Rheinische Post

„In der gelungenen Kombination aus historischen Fakten und fiktiven Erinnerungen gelingt es dem Autor ein fesselndes und zugleich erschütterndes Bild über die Zeit aus den Anfängen der modernen Medizin zu zeichnen – und über das immerwährende Dilemma beim Abwägen zwischen Schaden und Nutzen."

Andreas, LiteraturBlog, 05.2021

„ein unglaublich unterhaltsames und bildendes Lesevergnügen"

Kirstin Unverzagt, MDR

„Lichtwarck-Aschoff hat drei Episoden aus dem Leben Robert Kochs zu einem funkelnden Roman ausgemalt, der auf verblüffende Weise aktuell ist. Es geht um Viren und Bakterien, um Übertragungswege und ums Händewaschen. Um Krankheit als Metapher. Um Kolonialismus." 

Jörg Häntzschel, Süddeutsche Zeitung

„In Lichtwarck-Aschoffs literarisch raffinierter Expedition ins „Herz de Finsternis" deutscher Kolonialmedizin wird die Infektionsforschung in gewisser Weise zur Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln und Robert Koch zum Protagonisten einer entgrenzten Medizin"

Klaus Taschwer, Der Standard

„Das Buch besticht nicht nur durch die historische und medizinische Genauigkeit und den Bezug zur Gegenwart, sondern ebenso durch die klare und dichte Sprache des Wissenschaftlers."

Monika Ziegler , KulturVision aktuell

„Eine mit skalpellscharfem, hintersinnigem Witz gezeichnete Karikatur des Wissenschaftlers als Kind seiner Zeit."

Marianna Lieder, WELT

„Eine Geschichte der Medizin in den Geschichten eines Mediziners."

Henrik Heinze, Bayrischer Rundfunk
Michael Lichtwarck-Aschoff

Michael Lichtwarck-Aschoff


Michael Lichtwarck-Aschoff hat viele Jahre als Intensivmediziner in Augsburg gearbeitet sowie in München, Basel, Freiburg und Uppsala geforscht und als außerplanmäßiger Professor für Anästhesiologie und Intensivmedizin gelehrt. Nach dem Ende seiner Klinikarbeit bedenkt er schreibend, was das wohl sein könnte: die Medizin.
Reihe Hirzel Literarisches Sachbuch
ISBN 978-3-7776-2917-9
Medientyp Buch - Gebunden
Auflage 1.
Copyrightjahr 2022
Umfang 284 Seiten
Format 13,0 x 19,0 cm
Sprache Deutsch