Ava: Geistliche Dichtungen

Ava: Geistliche Dichtungen

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Daz ist Ava: Mit dieser souveränen Selbstnennung der ersten namentlich fassbaren Frau, die in deutscher Sprache dichtete, endet ein im frühen 12. Jahrhundert entstandener Bibelepikzyklus, der in seiner Geschlossenheit und Lebendigkeit seinesgleichen sucht. In einem Reigen von Gedichten entfaltet sich ein Panorama der Heilsgeschichte: Johannes bereitet mit der eindringlichen Darstellung des Täufers die Bühne für Das Leben Jesu, in dem Christus als Mensch und Gott im Mittelpunkt steht, während Die Sieben Gaben des Heiligen Geistes auf hohem Reflexionsniveau die geistige Vervollkommnung des Gläubigen ausloten. Handfester gibt sich Der Antichrist, der den Anbruch der Endzeit schildert, bevor Das Jüngste Gericht bildgewaltig Himmel und Hölle heraufbeschwört.

Trotz ihrer steten Berufung auf Bibel und Exegese erweist Ava sich als eigenständige Interpretin, deren Schwerpunktsetzung zugunsten von Frauenfiguren und menschlichem Mitgefühl gerade im Kontext weiblichen Schreibens fasziniert und auch heute noch aktuell wirkt. Mit Ava: Geistliche Dichtungen liegt ihr Werk in einer am ältesten Textzeugen orientierten Neuedition kommentiert und in vollständiger neuhochdeutscher Übersetzung vor

"Insgesamt kann man diese Neuausgabe und Übersetzung ins Deutsche nur begrüßen und somit hoffen, dass die Dichtungen der Ava nun auch stärker im Seminarunterricht und anderweitig berücksichtigt werden wird."

Albrecht Classen, Mediaevistik 29 - 2016

"Den Band eröffnet eine profunde Einführung in das historische Umfeld der Dichterin und in ihr [...]"

Florian Kragl, Erlangen-Nürnberg, GERMANISTIK 2015 - BAND 56 HEFT 3-4

"Für Mediävisten und solche, die es werden wollen, höchst interessant."

Schneider, Zillo 2014 Seite 62

"Spaß an der Philologie, den die Heraugeberinnen Maike Claussnitzer und Kassandra Sperl offentkundig hatten, muss also keineswegs in Hermetik enden! [...]Dies gilt fur das Konzept der Reihe Relectiones insgesamt. Sie kann, einmal gut eingeführt, ruhig voranschreiten, und sie sollte das auch, um weiterhin solide Editionen vorlegen zu können. Ich wünsche mir, dass die jungen Kollegen einen langen Atem behalten, dass sie interessante Manuskripte erhalten und der Verlag sie bei dem ambitionierten Projekt groszügig unterstützt."

Christoph Fasbender, Chemnitz, Zeitschrift für Germanistik XXXV - 3/2015

"Letztlich ist dieser Band ein wichtiges Zeugnis sowohl für die Auseinandersetzung mit biblischen Erzählungen als auch besonders für weibliche Dichtung im Hochmittelalter."

thee, Karfunkel Heft 125 August-September 2016

Maike Claußnitzer


Maike Claußnitzer studierte an der Universität Hamburg Germanistik und Geschichte und promovierte dort 2006 über ein spätmittelalterliches Osterspiel. Seit 2007 arbeitet sie als freie Übersetzerin.

Kassandra Sperl


Kassandra Sperl beschloss an der LMU München das Magisterstudium der Germanistik und Psychologie mit einer Arbeit zur Bewährung von Helden und Heiligen im Drachenkampf. Seit 2008 betreibt sie freiberuflich Korrektorat und redaktionelle Betreuung v. a. im Bereich der Mediävistik.
Reihe Relectiones
Band 3
ISBN 978-3-7776-2382-5
Medientyp Buch - Kartoniert
Auflage 1.
Copyrightjahr 2014
Umfang XXII, 224 Seiten
Format 17,0 x 24,0 cm
Sprache Deutsch

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