HIRZEL
S. Hirzel Verlag

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Busch, Nathanael / Fajen, Robert

allmächtig und unfassbar: Poesie des Geldes im Mittelalter

In Vorbereitung
Zum Vormerken

Relectiones

2020.
ISBN 978-3-7776-2748-9

Kurztext

Die heutige Geldwirtschaft entwickelte sich lange vor der modernen Ökonomie im späteren Mittelalter. Welche Folgen für das Zusammenleben ergaben sich durch diese umwälzende Entwicklung? Wie veränderte sich die soziale und kulturelle Ordnung durch ein sich immer weiter ausdifferenzierendes Finanzsystem? In der Literatur wurde über Geld in einer Weise nachgedacht, die von der Wissenschaft bislang nicht einmal in Ansätzen im Überblick beachtet wurde. In diesem Band legen Forscherinnen und Forscher aus drei Ländern erstmals eine kommentierte Anthologie europäischer Texte aus dem 11.–16. Jahrhundert vor. Die Münze erscheint hier nicht nur als Motiv oder nebensächliches Zahlungsmittel, sondern wird zum Handlungsträger. Dem Pfennig wird eine Allmacht zugeschrieben, die ein brennendes moralisches Problem darstellt: Das zeigt sich in Klagen über die Geldsucht unter Klerikern ebenso wie in fingierten Liebesbriefen, mit denen ein Schulleiter ausgenommen wurde, in Dialogen mit Münzen, in 'heiligen' Texten vom Kapital oder Gedichten über den Zusammenhang von Geld und Liebe.


Kartoniert

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