Recht auf Demenz

Ein Plädoyer

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Es gibt nicht die Pille gegen Demenz und es wird sie wohl auch nicht geben. Auch mit unserer Lebensführung haben wir nur begrenzt Einfluss darauf, Demenz als „Weg aus dem Leben" vermeiden zu können. Wenn wir Demenz nicht heilen können, müssen wir mit Demenz leben lernen. Das gilt individuell, das gilt in Familien, Nachbarschaften und Kommunen, das gilt für die ganze Gesellschaft. Es ist eine im Wesentlichen kulturelle Leistung, zur Lebensform Demenz eine andere und neue Haltung zu entwickeln. Es ist eine politische Aufgabe, die Voraussetzung dafür zu schaffen, dass Menschen mit Demenz aber auch ihre An- und Zugehörigen zu einem guten Leben mit Demenz befähigt werden. Und es gibt Anlass dazu, ein menschenrechtlich fundiertes Verständnis von Demenz zu formulieren: Ob daheim oder im Heim, ob im Krankenhaus oder in der Öffentlichkeit – die Rechte von Menschen mit Demenz, sie werden alltäglich verletzt. Wir brauchen zugleich Bilder und Geschichten, die zeigen, dass auch unter Bedingung von Demenz ein gutes Leben im Sinne von Martha Nussbaum möglich ist. In dem neuen Buch von Thomas Klie geht es darum, in zehn Kapiteln Betroffene und eine interessierte Öffentlichkeit für ein ethisch und rechtlich ausgerichtetes Verständnis von Demenz einzuladen. Dabei werden aktuelle Forschungen aus der Arbeit des Autors aufbereitet: etwa Bevölkerungsumfragen zum Thema Demenz, Praxisprojekte in Landkreisen, in Stadtteilen und Dörfern vorgestellt, auf neue Wohnformen verwiesen. Konsequent werden die zehn Dimensionen guten Lebens von Martha Nussbaum auf Menschen mit Demenz bezogen und eine Art gesellschaftlicher Knigge für den Umgang mit Menschen mit Demenz formuliert.

„Thomas Klie hat ein wichtiges, vor allem ermutigendes Buch geschrieben. Sehr zu empfehlen für alle, die sich persönlich […] oder beruflich […] mit dem Thema Demenz erstmals auseinandersetzen wollen oder müssen."

Ulrich Engelfried, Betrifft Justiz

„Ein nachdenklich stimmendes Buch, das zutiefst aktuell ist – gerade nach den Erfahrungen aus der Corona-Pandemie."

Helga Schneider-Schelte, Alzheimer Info

„Beispiele in allen Buchabschnitten veranschaulichen die aufgeführten Problematiken und stützen Argumentationen. Hilfreich für Laien und auch Personen mit professionellem Bezug zur Thematik."

Buch-Magazin

"Sein Buch ist ein gesellschaftliches und politisches Statement, das gehört werden muss."

Pflege Professionell

„In dem aufwühlenden Buch „Recht auf Demenz" führt er uns vor Augen, warum Demenz noch immer vielen Menschen als Schreckgespenst gilt, warum Erkrankte während der Pandemie besonders leiden und wie wir ihnen ein gutes Leben ermöglichen können."

Kornelia Noack, Sächsische Zeitung

„In der öffentlichen Diskussion wird Demenz weiterhin überwiegend dämonisiert. Davon müssen wir dringend wegkommen, wenn wir den Menschen Lebensmöglichkeiten eröffnen wollen und Zuversicht schenken möchten, dass es auch ein gutes Leben werden kann."

Thomas Klie , im Interview mit der Sächsischen Zeitung
Thomas Klie

Thomas Klie


Der Gerontologe und Rechtswissenschaftler Prof. Dr. habil. Thomas Klie lehrt an der Evangelischen Hochschule Freiburg. Er leitet das Institut AGP Sozialforschung sowie das Zentrum für zivilgesellschaftliche Entwicklung in Freiburg und Berlin und ist als Rechtsanwalt tätig. Er gilt als einer der wichtigsten Sozialexperten in Deutschland und nimmt in der Politikberatung zu Fragen des Reformbedarfs in der Pflegeversicherung und der Gesundheitspolitik ebenso Stellung wie zur Bedeutung der Zivilgesellschaft in den aktuellen gesellschaftlichen Transformationsprozessen. Klie engagiert sich in zahlreichen Kommissionen, Ausschüssen und Beiräten rund um die Themen Alter, Teilhabe, Pflege und Zivilgesellschaft. Er lebt in Tutzing, lehrt und arbeitet in Freiburg und Berlin.
ISBN 978-3-7776-2970-4
Medientyp E-Book - PDF
Copyrightjahr 2021
Sprache Deutsch
Kopierschutz mit digitalem Wasserzeichen