Entdeckung der frühen Neuzeit

Konstruktionen einer Epoche der Literatur- und Sprachgeschichte seit 1750

Entdeckung der frühen Neuzeit

Konstruktionen einer Epoche der Literatur- und Sprachgeschichte seit 1750

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Das Bild der frühen Neuzeit in deutschen Literaturgeschichten der Gegenwart folgt bestimmten Konturen. Die Geschichte dieser Konturen zu erkunden, ist das Ziel dieses Bandes. Die hier versammelten Beiträge gehen der Frage nach, wie die 'Übergangsepoche' der frühen Neuzeit in sich wandelnden fachhistorischen Konstellationen der Germanistik literatur- und sprachgeschichtlich integriert wurde.
Die Thematisierung dieser Frage ermöglicht Aufschlüsse über den wissenschaftsinternen wie -externen Wandel von Forschungsinteressen, Sichtweisen und Wertungen.


Die Beiträge des Bandes markieren verschiedene Ebenen wissenschaftshistorischen Fragens: den Wandel der Darstellung in Literaturgeschichten, die Geschichte der Forschung zu frühneuzeitlichen Autoren, die Entwicklung der Forschungsaktivitäten von Frühneuzeitgermanisten, die Begriffsgeschichte einschlägiger Konzepte sowie zentrale sprachgeschichtliche Aspekte.

" ... dass es dem Band mit seinen durchweg ertragreichen und sich ergänzenden Beiträgen gelingt, nicht nur die Darstellung und Konzeption der frühen Neuzeit insbesondere in der Literaturgeschichte facettenreich zu beleuchten, sondern die Historisierung der Redeweisen über die frühe Neuzeit entscheidend voranzutreiben."

Victoria Gutsche, Universität Erlangen-Nürnberg, Arbitrium 2014; (32)1: 1–3

"Der gut lesbare Band legt überzeugend Strategien der Literatur- und Sprachgeschichtsschreibung offen und verweist auf ihre Desiderate. Die Beiträge zeigen, wie Literatur in den Dienst genommen wird, wie Abwertung, Ausgrenzung und Kanonisierung unter welchen Vorzeichen und mit welchem Ziel funktioneren. Ausgewogen ist die Zusammenstellung von Beiträgen, die vor allem darstellen, und von solchen, die Lösungswege aufzeigen."

Prof. Dr. Stefanie Arend, Rostock, Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 2013 - Band 135 - Heft 1

" ... gebührt den Herausgebern und Beiträger(inne)n das Verdienst, die Historisierung der Rede über eine Epoche befördert zu haben, die bisher als 'Alteritätsfigur' in der Forschung eine privilegierte, aber konzeptionell etwas unbefriedigende Existenz führt."

Jan Behrs, Zeitschrift für Germanistik XXII - 1/2012

"Eine Stärke des Bandes ist die durchweg hohe Qualität der literaturgeschichtlichen Beiträge.Insgesamt aber sollte der Band für seine Herausgeber, den Marbacher Arbeitskreis und für die Herausgeber der neuen Reihe ein Ansporn sein, auf dem eingeschlagenen Weg weiter zu gehen. Wenn germanistische Fachgeschichte so wie in den vorliegenden Beiträgen betrieben wird, dient sie nicht der bloßen Selbstbespiegelung oder gar der selbstgefälligen Abarbeitung an der eigenen secondarité, sie bietet Kategorien für das eigene Handeln in der Literaturgeschichte und hilft, ein Bewusstsein für die Historizität der literatur- und sprachgeschichtlichen Kategorien, mit denen wir umgehen, zu gewinnen. Und das können wir gebrauchen."

Dr. J. Klaus Kipf, München, http://www.iaslonline.lmu.de/index.php?vorgang_id=3458

Marcel Lepper


Marcel Lepper ist Leiter des Forschungsreferats und der Arbeitsstelle Geschichte der Germanistik im Deutschen Literaturarchiv Marbach, er lehrt Neuere deutsche Literatur an der Universität Stuttgart.

Dirk Werle


Studium der Neueren deutschen Literaturwissenschaft, Latinistik und Philosophie in Freiburg/Br., Pisa und Berlin; 2005 Promotion mit einer Arbeit über die Geschichte imaginierter Bibliotheken in der frühen Neuzeit; seit 2006 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Germanistik der Universität Leipzig. Forschungsschwerpunkte: Europäische Literaturgeschichte im Kontext der intellectual history seit dem 16. Jahrhundert, Konzepte der Themen-, Problem- und Ideengeschichte, Literaturtheorie, Wissenschaftsgeschichte der Geistes- und Kulturwissenschaften.
Reihe Beiträge zur Geschichte der Germanistik
Band 1
ISBN 978-3-7776-2088-6
Medientyp Buch - Kartoniert
Auflage 1.
Copyrightjahr 2011
Umfang 226 Seiten
Abbildungen 3 s/w Abb.
Format 17,0 x 24,0 cm
Sprache Deutsch

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