Disziplinentwicklung als "community of practice"

Der Briefwechsel Wilhelm Scherers mit August Sauer, Bernhard Seuffert und Richard Maria Werner aus den Jahren 1876 bis 1886

Disziplinentwicklung als "community of practice"

Der Briefwechsel Wilhelm Scherers mit August Sauer, Bernhard Seuffert und Richard Maria Werner aus den Jahren 1876 bis 1886

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Wie entstand die Neuere Deutsche Literaturgeschichte als Universitätsfach? In der Wissenschaftsgeschichte vermutete man bisher, das Fach sei "organisch" aus der Deutschen Philologie hervorgegangen und sei eine wesentlich reichsdeutsche Einrichtung. Die "Disziplinentwicklung als community of practice" zeigt, dass beide Annahmen nicht haltbar sind. Die kommentierte Edition der unpublizierten Korrespondenz Wilhelm Scherers mit seinen Schülern August Sauer, Bernhard Seuffert und Richard Maria Werner, die in Prag, Graz und Lemberg Professorenstellen erhielten, dokumentiert, dass Scherers Straßburger und Berliner Seminare, die in der Korrespondenz gleichsam fortgesetzt wurden, mit ihrem persönlichen Austausch über Forschungsfragen, über Lehrgegenstände und Fragen der Werkedition zur Einübung in die Praxis eines noch nicht etablierten Fachs wesentlich beitrugen und zum Vorbild für dessen Einrichtung wurden.

Die Einleitung markiert den "praxeologischen" wissenschaftsgeschichtlichen Ansatz der Untersuchung und stellt den wissenschafts- und kulturhistorischen Kontext zur Germanistik im Ausgang des 19. Jahrhunderts her. Als Quelle der germanistischen Fachgeschichte ergänzt die Edition die Briefwechsel Scherers mit Karl Müllenhoff und Erich Schmidt.

"Man kann somit den Herausgebern dankbar sein, dass sie mit diesem Briefwechsel wichtige Einblicke in die Vorgeschichte akademischer Karrieren geben, von denen die August Sauers hier ausführlicher vorgestellt werden sollte."

Steffen Höhne (Weimar), Stifter Jahrbuch Neue Folge 31/2017

"Könnten Arbeiten wie die vorliegende hier zu einem breiteren Umdenken führen, so hätten sie zweifellos ihre vornehmste Aufgabe erfüllt."

Bernd Hamacher 21.02.2017, ECHOS - zweisprachige wissenschaftliche Plattform zu den deutsch-tschechischen Literaturbeziehungen

Mirko Nottscheid


Hans-Harald Müller


Hans-Harald Müller ist emeritierter Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Hamburg. Forschungsschwerpunkte: Wissenschaftsgeschichte, Theorie und Geschichte der Literaturwissenschaft, Literatur des 19.–20. Jahrhunderts, Poetik, Strukturalismus und Narratologie.
Reihe Beiträge zur Geschichte der Germanistik
Band 6
ISBN 978-3-7776-2503-4
Medientyp Buch - Kartoniert
Auflage 1.
Copyrightjahr 2015
Umfang 419 Seiten
Abbildungen 8 s/w Abb.
Format 17,0 x 24,0 cm
Sprache Deutsch