Die Intermedialität des Flugblatts in der Frühen Neuzeit

Die Intermedialität des Flugblatts in der Frühen Neuzeit

56,00 €*

Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten

Aktuell können Bestellungen leider nur nach Deutschland geliefert werden. Falls Sie eine Lieferung außerhalb Deutschlands wünschen, nutzen Sie bitte unser Kontaktformular für eine Anfrage.

lieferbar in ca. 2-4 Werktagen

Das Flugblatt stellt ein Medium der Vormoderne dar, das wie kaum ein anderes vielfältige Bezüge zu anderen Medien aufweist: Es verbindet Wort, Bild und oft auch Musik zu einem komplexen, geradezu paradigmatischen intermedialen Ensemble. Stimme, Druck, gelegentlich auch Handschrift und Handzeichnung sind die medialen Kommunikationstechniken, die beim Flugblatt in unterschiedlichen Kombinationen eingesetzt wurden.

Zugleich trat das Flugblatt in vielfältiger Weise zu anderen medialen Kommunikationsträgern in Zusammenhang. Zu den Konkurrenzmedien Flugschrift und Zeitung bestand ein Verhältnis wechselseitiger funktionaler Ergänzung. Auch zum Buch stand das Flugblatt in engen Beziehungen. Zur Bühne ergaben sich intermediale Kontakte etwa durch Zitate des Fastnachtspiels oder der Commedia dell’Arte, durch eine graphische Aufbereitung der Illustrationen als Bühnenbild oder durch theatrale Verkaufspraktiken. Und schließlich gibt es zahlreiche intermediale Verbindungen zwischen Flugblatt und Bildender Kunst.

Die Beiträge des vorliegenden Bandes übertragen Fragestellungen und Methoden der Intermedialitätsforschung auf dieses faszinierende Medium.

"Der Band erschließt neue aufregende Zugänge für die Flugblattforschung, nicht zuletzt dadurch, dass die Involviertheit des Betrachters und die Performativität in den Vordergrund gerückt werden und dass die Flugblätter in ein mediales und soziales System eingebunden werden."

Florent Gabaude: Université de Limoges, Faculté des Lettres & des Sciences Humaines, 39e rue Camille Guérin, F-87036 Limoges, E-Mail: florent.gabaude@unilim.fr, Arbitrium 2019; 37(3): 343–348

Alfred Messerli


Michael Schilling


Michael Schilling war bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand Professor für ältere deutsche Literatur an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Seine Forschungen umfassen die deutsche und lateinische Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Sein besonderes Interesse gilt der Intermedialität von Bild und Text (illustrierte Handschriften, Emblematik, Bildpublizistik).
ISBN 978-3-7776-2520-1
Medientyp Buch - Kartoniert
Auflage 1.
Copyrightjahr 2015
Umfang 273 Seiten
Abbildungen 57 s/w Abb.
Format 17,0 x 24,0 cm
Sprache Deutsch

Empfehlungen für Sie