Arengen in deutschsprachigen Urkunden des 13. Jahrhunderts

Eine Fallstudie zur Landvogtei Oberschwaben und ihren Frauenklöstern

Arengen in deutschsprachigen Urkunden des 13. Jahrhunderts

Eine Fallstudie zur Landvogtei Oberschwaben und ihren Frauenklöstern

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Geplanter Erscheinungstermin: 06/2026

Das menschliche Gedächtnis ist schlecht und schriftliche Aufzeichnung daher unerlässlich – dieses Motiv wurde in mittelalterlichen Urkunden vielfach in Form einer Arenga verwendet, um die Kodifizierung der rechtlichen Aushandlungsprozesse zu begründen.

Die Studie widmet sich einer charakteristischen Arenga, die in sieben deutschsprachigen Urkunden des 13. Jahrhunderts auftritt. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach möglichen Ursprüngen oder Distributionsdynamiken sowie nach den historisch-kulturellen Kontexten dieser Urkundenformel und der deutschen Urkundensprache im Allgemeinen. Dafür werden die Urkunden multiperspektivisch ausgewertet: einerseits über den Vergleich ihrer inneren und äußeren Merkmale, andererseits über eine rechts-, kirchen- und landesgeschichtliche Kontextualisierung. So wird die unterschiedliche soziale Stellung der Aussteller innerhalb der Landvogtei Oberschwaben herausgearbeitet. Die Empfänger wiederum stehen in engem Zusammenhang mit den Frauenklöstern dieser Region und ihrer Bildung. Die Arenga lässt sich somit sozial, politisch und kulturell verorten und ist Ausdruck sprachlicher, edukativer und materieller Wandlungsprozesse im 13. Jahrhundert.

John Hinderer

John Hinderer


Porträt

John Hinderer studierte von 2016 bis 2022 Historische Grundwissenschaften, Germanistik und Geschichte in Leipzig und Rom. Im Zuge dessen absolvierte er Praktika am Deutschen Literaturarchiv Marbach am Neckar, am Domstiftsarchiv Naumburg an der Saale und am Deutschen Historischen Institut in Rom. Von 2018 bis 2021 arbeitete er am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte und der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. 

Seit 2022 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sonderforschungsbereich 1369 ‚Vigilanzkulturen’ der Ludwig-Maximilians-Universität München. Dort forscht er im Forschungsprojekt A07 ‚Zwischen Selbstverpflichtung und Kontrolle: Vigilanz in benediktinischen Klöstern der Vormoderne’ zur Regulierung des Klosterlebens und der Rolle der Wachsamkeit in spätmittelalterlichen Benediktinerkongregationen.

Forschungsschwerpunkte

  • Historische Grundwissenschaften, besonders Paläographie und Diplomatik
  • Kulturgeschichte des Mittelalters
  • Klöster, Orden und monastische Reforminitiativen im Hoch- und Spätmittelalter

Erhaltene Auszeichnungen

  • Studienförderung der Studienstiftung des Deutschen Volkes
  • Auslandsstipendien von Erasmus+ und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst
    (DAAD)
  • Promotionsförderung der Studienstiftung des Deutschen Volkes

Mitgliedschaften

  • Netzwerk Historische Grundwissenschaften
Reihe Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur – Beihefte
Band 48
ISBN 978-3-7776-3456-2
Medientyp Buch - Gebunden
Auflage 1.
Copyrightjahr 2026
Verlag

S. Hirzel Verlag GmbH
Maybachstr. 8
70469 Stuttgart

Umfang 166 Seiten
Abbildungen 16 s/w Abb., 6 farb. Abb.
Format 17,0 x 24,0 cm
Sprache Deutsch

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