Wilhelm Emrich. Zur Lebensgeschichte eines Geisteswissenschaftlers vor, in und nach der NS-Zeit

1945–1959 Wilhelm Emrichs Modellierungen seiner akademischen Existenz

Wilhelm Emrich. Zur Lebensgeschichte eines Geisteswissenschaftlers vor, in und nach der NS-Zeit

1945–1959 Wilhelm Emrichs Modellierungen seiner akademischen Existenz

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Wilhelm Emrich hatte als renommierter Fachvertreter nachhaltigen Einfluss auf mehrere Generationen von Germanisten. Auf Grundlage umfassender archivalischer Recherchen, insbesondere für den am Deutschen Literaturarchiv Marbach befindlichen Nachlass, dokumentiert dieses zweibändige Werk seinen Lebenslauf. Die gründliche Nachzeichnung seiner akademischen Karriere unter den Bedingungen wechselnder politischer Systeme – von der Weimarer Republik über die Zeit des Nationalsozialismus bis in die Bundesrepublik – ermöglicht aufschlussreiche Beobachtungen zu den Aspekten intellektueller Sozialisation.

In diesem zweiten Band werden Emrichs Entnazifizierung und seine Vergangenheitspolitik im Hinblick auf die NS-Zeit untersucht – ermöglicht wurde dadurch seine erfolgreiche akademische Karriere. Ergänzend werden Emrichs Korrespondenzen mit Oskar Seidlin und Alfred von Martin aus den Nachkriegsjahren ediert und kommentiert sowie der Ereigniszusammenhang zur Publikation "Der Urfreund" (1996) von Kurt Mautz betrachtet, der als Schlüsselroman für Emrichs politische Biographie rezipiert wurde.

Prof. Dr. Jörg Schönert


Porträt

Jörg Schönert wurde 1941 in Jena geboren. Seine Schulzeit verbrachte er in Jena und anschließend in München, wo er sein Abitur absolvierte. Daraufhin studierte Schönert Germanistik und Anglistik an den Universitäten in München und Zürich. Im Jahr 1968 erfolgte schließlich seine Promotion an der Universität München in der Germanistik, wo er 1977 auch habilitierte. 1980 trat Schönert die Professur in Neuere deutsche Literatur an der RWTH Aachen an. Von 1983 bis 2007 hatte er die Professur an der Universität Hamburg inne.

Anschließend befasste Schönert sich als Freier Wissenschaftler insbesondere mit der Fachgeschichte der Germanistik.

Am 18. Mai 2026 ist Professor Dr. Jörg Schönert im Alter von 84 Jahren in Ahrensburg bei Hamburg verstorben. Seine vielfältigen wissenschaftlichen Interessen umfassten insbesondere auch die Wissenschaftsgeschichte der Germanistik. Drei seiner letzten Abhandlungen zu den Germanisten Wilhelm Emrich und Franz Koch sind in der Reihe Beiträge zur Geschichte der Germanistik erschienen.

Ein ausführlicher Nachruf ist auf der Webseite der Universität Hamburg zu finden: Akademischer Nachruf auf Prof. Dr. Jörg Schönert

Forschungsschwerpunkte

  • Sozialgeschichte der Literatur 1750–1930
  • Methodologie und Literaturtheorie
  • Wissenschaftsgeschichte

Dr. Ralf Klausnitzer


Ralf Klausnitzer, 1998 Promotion und 2006/2007 Habilitation an der Humboldt-Universität zu Berlin, seither wissenschaftlicher Mitarbeiter und Privatdozent am Institut für deutsche Literatur.

Dr. Wilhelm Schernus


Wilhelm Schernus promovierte 2004 an der Universität Hamburg und ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in Forschungsprojekten.
Reihe Beiträge zur Geschichte der Germanistik
Band 10
ISBN 978-3-7776-2656-7
Medientyp Buch - Kartoniert
Auflage 1.
Copyrightjahr 2018
Verlag

S. Hirzel Verlag GmbH
Maybachstr. 8
70469 Stuttgart

Umfang 337 Seiten
Abbildungen 1 s/w Abb.
Format 17,0 x 24,0 cm
Sprache Deutsch