"Hofmann oder Vorkämpfer der „philosophes“?
"Hofmann oder Vorkämpfer der „philosophes“?
Kein anderer Autor verkörpert die Aufklärung so idealtypisch wie Voltaire, und dies keineswegs nur in Frankreich, sondern in ganz Europa. Sein Ruhm wurde schon im 18. Jahrhundert nicht allein von Texten getragen, sondern ebenso von Bildern, seien es Porträts, kleine Szenen, Karikaturen oder Allegorien, gedruckt, gemalt oder in Wachs, von Porzellanstatuetten und Marmorbüsten über Schattenrisse und Uhrenschmuck bis zu Bühnenarrangements und Kirchenfresken.
Wie diese Bildnisse mit an dem Vorstellungsbild formten, das sich das deutsche Publikum von Voltaire machte, wird in Daniel Fuldas Studie erstmals systematisch untersucht. Dabei erweist sich Voltaire als zumal an den deutschen Höfen hochverehrter Autor, der als Teilhaber an aristokratischer Soziabilität und Kultur wahrgenommen wurde. Analysiert werden einerseits die motivischen Entwicklungslinien, die Bedeutung der Formgebung, die spezifischen Produktions- und Distributionsweisen der jeweiligen Gattungen und Medien sowie Kosten und Publika. Andererseits wird nach den Bedeutungszuschreibungen an das Bildmaterial gefragt, expliziten wie performativen, in Bezug sowohl auf Voltaire als auch auf die Anliegen der Aufklärung generell.
| Reihe | Abhandlungen der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Philologisch- historische Klasse |
|---|---|
| ISBN | 978-3-7776-3630-6 |
| Medientyp | Buch - Kartoniert |
| Auflage | 1. |
| Copyrightjahr | 2026 |
| Verlag | S. Hirzel Verlag GmbH |
| Umfang | 111 Seiten |
| Abbildungen | 60 s/w Abb. |
| Format | 21,0 x 29,7 cm |
| Sprache | Deutsch, Englisch |