Goethe verpflichtet
Goethe verpflichtet
Die 1885 in Weimar gegründete Goethe-Gesellschaft hat eine besondere Geschichte: Während der Teilung Deutschlands blieb sie als gesamtdeutsche Dichtergesellschaft bestehen, ohne ihren Sitz in Weimar (Thüringen) aufgeben zu müssen. Arin Haideri untersucht, wie die Goethe-Gesellschaft ihre Einheit trotz politischer Teilung beibehielt. Erstmals wurden dafür die Hauptversammlungen von 1954 bis 1973 genauer in den Blick genommen und ihr Eventcharakter in Bezug auf die Einheit der Goethe-Gesellschaft neu bestimmt.
Das innovative Moment der Studie besteht darin, die besondere Geschichte der Dichtergesellschaft aus einem mitgliederbasierten Blickwinkel darzustellen. Die Goethe-Gesellschaft wird als organisiertes System bestimmten Typs präsentiert. Vor allem ermöglicht diese organisationssoziologisch informierte Auswertung des empirischen Materials einen entscheidenden Perspektivwechsel: Nicht Konsens war entscheidend für die Einheit der Goethe-Gesellschaft, sondern Konsensfiktionen, die durch Dissens hergestellt wurden. Wahrheiten traten neben Täuschungen und multivalente Deutungsofferten, sie changierten gleichrangig nebeneinander.
Arin Haideri
Porträt
Arin Haideri hat Geschichtswissenschaft und Germanistik an der Universität Bielefeld studiert. Die Promotion erfolgte an der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft (Universität Bielefeld).
| Reihe | Beiträge zur Geschichte der Germanistik |
|---|---|
| Band | 17 |
| ISBN | 978-3-7776-3602-3 |
| Medientyp | Buch - Kartoniert |
| Auflage | 1. |
| Copyrightjahr | 2026 |
| Verlag | S. Hirzel Verlag GmbH |
| Umfang | 402 Seiten |
| Abbildungen | 3 farb. Abb. |
| Format | 17,0 x 24,0 cm |
| Sprache | Deutsch |